Von grünen Pflanzenknollen und Nagetiergefühlen

Als man Schreiberling das erste Mal eine dieser grünen Pflanzenknollen vorsetzte, die zur hiesigen Küche gehören, befanden wir uns ausgerechnet im Hause der Schwiegereltern in spe. Und das wohlgemerkt zum ersten Mal. Unsere innere Aufregung versuchten wir permanent zu unterdrücken, auch wenn sie bereits auf dem Höhepunkt angekommen war, konnten wir doch aus dem Wirrwarr an chilenischem Spanisch nur Fetzen verstehen, die es schwierig machten, den von uns gewünschten Eindruck zu hinterlassen. Dennoch dachten wir, dafür liefe es ganz gut. Doch dann lag sie da. Die Artischocke. Irgendwie bedrohlich. Auf unserem Teller. Weiterlesen…

Ají – ein scharfer Küchengruß

Wenn man das erste Mal Ají probiert, sollte man vorsichtig sein. Und wir sprechen hier nicht von der Schote an sich, denn in diesem Fall sollte man besser nicht zubeißen, es könnte einem sonst jegliche Geschmackssinne wegbrennen. Wir sprechen hier von der Paste, die zu Hause gerne auf dem Esstisch steht und die wahrscheinlich von jeder Chilenin anders zubereitet wird. Und deren Stärke zum einen von der Schote an sich abhängt, zum anderen von der Zubereitung. Daher bitte nicht einen ganzen Teelöffel davon in seine Suppe geben, will man doch aus Höflichkeit aufessen, was ansonsten zu einem qualvollen Akt werden könnte. Weiterlesen…